Schutz vor Elektrosmog

Unser Leben wir immer „smarter“, unser Zuhause immer mehr vernetzt. Das Handy weckt uns morgens mit unserer Lieblingsmusik, die Fensterläden gehen automatisch hoch und die Kaffeemaschine brüht den frischen Frühstückskaffee ferngesteuert. Smartphones sind allgegenwärtig und die meisten Menschen sind in der Zwischenzeit mobil im Internet. Die fortschreitende Elektrifizierung und die Nutzung von Funkwellen erleichtern unser Leben, haben aber auch ihre Schattenseiten.

Nieder- und Hochfrequenzbereich

Elektrosmog kann man nicht sehen, trotzdem ist er da. Die Elektrogeräte im Wohnbereich gehören in der Regel einem niederfrequenten Spektrum an. Dazu gehören die Emissionen von Elektroinstallation sowie der meisten Elektrogeräte. Sie erzeugen elektrische und magnetische Wechselfelder.

Anders ist es bei Handys, Schnurlostelefonen, Babyfonen und WLAN-Sendern, die eine Verbindung zum Internet herstellen. Diese sind dem Hochfrequenzbereich zuzuordnen.

Auch außerhalb der eigenen vier Wände steigt diese Strahlenbelastung, denn alle Funksignale für Mobiltelefone oder mobiles Internet laufen über Sendemasten, die vor allem in dicht besiedelten Gebieten häufig sind. Diese Sendemasten emittieren hochfrequente Strahlung. 

Vorsorgemassnahmen gegen Strahlungsbelastung

Ob und wenn ja wie schädlich dieser Mix aus elektromagnetischen Feldern ist, darüber streiten sich Experten seit vielen Jahren.

Aber es gibt Vorsorgemassnahmen, um die Strahlungsbelastung möglichst gering zu halten. Beim Neubau sollte man das geplante Gebäude auf dem Grundstück so weit wie möglich von der Strahlungsquelle weg platzieren. Jeder Meter Abstand bringt eine deutliche Reduktion.

Wenn das nicht geht, gibt es Möglichkeiten, den Innenausbau anzupassen. Man kann zum Beispiel eine sogenannte geschirmte Elektroinstallation ausführen, die elektrische Felder durch speziell abgeschirmte Installationsmaterialien fast vollständig eliminiert. Auch spezielle Putz- und Hohlwanddosen schirmen durch ihre Metallbeschichtung wirkungsvoll elektrische Wechselfelder ab. Manche Baubiologen empfehlen darüber hinaus, eine Grundabschirmung gegen Hochfrequenz in der Gebäudehülle einzubauen, zum Beispiel durch bestimmte Abschirm-Farben, -Putze, -Vliese oder –Platten.

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